„das wort zur Bildung“

allgemeines schützenwesen, teil 3

Auch das Schützenfest hat einen historischen Ursprung.
Befreundete Städte, Fürsten-, und Herzogtümer luden ihre Bürgerwehren untereinander zum Wettstreit ein. Das war dann Kräftemessen und Volksfest zugleich.
Meist dauerten diese Feste eine Woche lang, teilweise auch länger. Die eingeladenen Städte statteten ihre Kämpfer mit viel Geld und den besten Waffen aus. Es war eine große Ehre hier teilnehmen zu dürfen und nur die tüchtigsten Schützen wurden ausgewählt.
Bürger und Edelleute kämpften stets gleichberechtigt nebeneinander in verschiedenen Disziplinen wie Armbrust,- Vogel-, oder Scheibenschießen. Diese Feste wurden von den jeweiligen Magistraten und Herrschern unterstützt.
Meist nahm der ganze Hofstaat mit seinen prächtigen Gewändern und Karrossen am Geschehen teil. Gleichzeitig wurden Gaukler, Musiker und Schausteller eingeladen, so das in der ganzen Stadt ein buntes Treiben herrschte.
Den Siegern dieser Turniere galt Ruhm und Ehre, sie wurden reich beschenkt.
Das erste Schützenfest fand im Jahre 1427 in München statt. Das wohl heute größte Schützenfest wird jedes Jahr in Hannover gefeiert.
Das größte Bürger-Schützenfest ist das in Neuss, an dem jährlich rund 6.000 Schützen teilnehmen.
Alle 3 Jahre findet zudem das große Europa-Schützenfest statt, zu dem Schützen aus den veschiedensten Ländern wie Deutschland, Frankreich, Belgien, Polen und den Niederlanden extra anreisen.