„das wort zur Bildung“

allgemeines schützenwesen, teil 1

Der Ursprung der Schützenvereine liegt in den Schutztruppen der Dörfer und Städte.
Wichtigstes Merkmal der ursprünglichen Schützenvereine, -Gilden, und Bruderschaften war der soziale Charakter.

In den Statuten war fast immer eine Notkasse für Bedürftige verankert, für ein vernünftiges Begräbnis – damals keineswegs normal – sorgte die Gemeinschaft ebenso, wie für die Hinterbliebenen.
Es darf nicht vergessen werden das zu dieser Zeit Hunger, Frohndienst, Cholera und Pest an der Tagesordnung waren. Zudem gab es unzählige Königs-, Herzogs-, oder Fürstentümer, die regelmäßig das Land mit ihren Kriegen überzogen.

Viele Menschen flüchteten in die gerade entstandenen Städte um der Fronherrschaft (Sklaverei) zu entfliehen und freuten sich ob der gewonnenen Freiheit. Die früheren Herren verfolgten sie, doch die Stadt bot Schutz, da in den Städten die Rechte ihrer Herrscher erloschen und die Stadtparlamente über die Durchführung dieser Freiheit wachten. Dazu verteidigten die Schützengilden (Bürgerwehren) die Stadt.
Im Chaos des Mittelalters, zwischen Kreuzzügen und ständigen Kriegen, Revolutionen und Bauernaufständen, zwischen Cholera, Pest und Hungersnöten versuchten die Gilden jener Zeit wenigstens ein Mindestmaß an Ordnung aufrecht zu erhalten.
Um dieses zu realisieren und ein gemeinsames Überleben zu ermöglichen wurden Statuten mit sozialem Charakter geschaffen – Statuten die bis Heute vom sozialem Gedankengut her in fast jedem Schützenverein zu finden sind.