»HISTORY«

„im jahr 1954 wählt die  4. kompanie ihren ersten  hauptmann...“

Bild: Standarte der 4. Kompanie

Nach dem ersten öffentlichen Auftritt der Schützengilde zum Gründungsfest am 31. Januar 1954, war der Zulauf von Begeisterten sehr groß und die  Mitgliederzahlen der Schützengilde stiegen rasant an. Aufgrund dieser  Entwicklung teilte sich die  Gilde nach Berufsständen zunächst in sieben, später dann in acht Kompanien auf. Der 4. Kompanie schlossen sich  überwiegend Kaufleute und Beamte der Stadt Haltern an.
Als erster Hauptmann wurde Walter Dewies gewählt, der die 4te in den folgenden 15 Jahren führen sollte.
Zum Kompanielokal ernannte man die Gaststätte von Heinrich Bansberg, damals gegenüber der St.Sixtuskirche neben  dem Waffengeschäft Josef Köster. Diese war auch die Vereinslokalität des Gesangsvereins Frohsinn, deren Mitglieder zu einem großen Teil ebenfalls Mitglieder der  4. Kompanie waren.



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„kleine idee mit grossen folgen“

Bild: Fanfaren Haltern historische Aufnahmen

Aus dieser Gemeinschaft heraus kam die Idee, zum ersten Schützenfest nach der Neugründung der Schützengilde, am 04.08.1954 das Königspaar Arand/ Bleker mit Fanfaren und Trommeln abzuholen.
Auf Initiative unseres damaligen Hauptmanns Walter Dewies und unter Leitung von Erwin Kühnel (Frohsinn) waren schnell acht geeignete Männer gefunden, die den Umgang mit Trommel und Fanfare beherrschten. Dies waren: Heinz Schrief, Hermann Bickmann, Erich Sasse, Erich Göttlich, Heinz Bücker, Bernhard Stucke, Norbert Stucke und Herbert Püthe. Die Erstausstattung übernahmen Hermann Benning und Josef Köster, beide Mitglieder der 4. Kompanie.
Der folgende Zuspruch war so groß, dass aus diesem „kleinen Haufen“ von Spielleuten eine feste Institution dieser Stadt und 1956 ein eigenständiger Verein wurde. Dieser wuchs zu dem heran, was heute weit über die Grenzen Halterns hinaus bekannt ist:
Dem 1. Landsknecht Fanfarenkorps Haltern.
Man kann die Idee und musikalische Aktion zum Schützenfest 1954 durchaus als inoffizielle Geburtsstunde des Fanfarenkorps bezeichnen.

Somit ist sie ein Teil der Geschichte der 4. Kompanie, der zur Bereicherung des Vereinswesens der Stadt Haltern beitragen konnte.



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„home sweet home“

Die 4te, der Gesangsverein Frohsinn und die Fanfaren teilten sich zu diesem Zeitpunkt  das Vereinslokal Bansberg und traten viele Jahre, zu öffentlichen Veranstaltungen gemeinsam auf.
Durch die Schließung der Gasstätte und auch einiger Lokale, die danach folgten, trennten sich die Vereine zwangsläufig  und die 4.Kompanie war immer wieder gezwungen, sich neu zu orientieren.
So folgten nach Bansberg, die Lokalitäten Geldermann, Schwarzer Adler, Sportlerklause und die Stadtschänke. Erst hier schloß sich viele Jahre später der Kreis wieder, denn es ergab sich zufällig, dass alle drei Vereine erneut ein gemeinsames Vereinslokal besaßen.
Diese Zeit liegt nun aber auch wieder zurück und nach dem Flöz Q, der Hacienda und dem Rockefäller, ist nun das Restaurant „Taverna Samos“ auf der Rekumerstrasse, dass Zuhause der 4ten und somit der „Place to  be…“



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„einmal königskompanie“

Königspaar 1960 - 1962 Clemens Velmering und Hedwig Mast

Die 4. Kompanie stellte in den 60er Jahren einmal den Schützenkönig. Im Jahre 1960 holte Clemens Velmering den Vogel von der Stange. Zu seiner Königin erkor er Hedwig Mast.
Später versuchten sich noch einige andere: Alfred Berse, Friedhelm Geldmann und Paul Döbber.  Leider blieben sie glücklos.
1936 wurde Clemens Velmering schon einmal Schützenkönig. Zusammen mit seiner Königin Aenne Stenner dauerte die Regentschaft dann 18 Jahre, bis zur Neugründung der Halterner Schützengesellschaft nach dem 2. Weltkrieg.
Von 1956 bis 1961 war Clemens Velmering Vizepräsident der heutigen Schützengilde, bevor er für den Zeitraum 1961-1963 als ihr Präsident tätig wurde.



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„back to the future“

In den Anfangsjahren wuchs die 4. Kompanie zu einer der größten in der Gilde. Die uns bekannte Größe, von 1972 lag bei 131 Mitgliedern. Heute ist sie zwar etwas kleiner, aber stets präsent und nicht minder aktiv. Tradition erhalten, dabei aber Neues wagen, dies mit einer Menge Spaß umsetzen und zeitgemäß, modern aufgestellt sein, gehören zu den Zielen der 4ten. Freund- und Kameradschaft, Zusammenhalt und familiäres Miteinander, sind dafür die Eckpfeiler, die sicherstellen, dass auch  in Zukunft mit der 4ten zu rechnen ist.



„jeder verein braucht eine clubhymne“

Das mittlerweile verstorbene Vereinsmitglied Hubert Esser textete im Jahre 1972 zu der Melodie „Ich schieß den Hirsch“ das Lied „Es stehen alle Mann für Mann“.
Dieses Lied wurde zum Kompanielied auserkoren und wird nach wie vor zu allen Anlässen gesungen.

Grafik zum Kompanielied Es stehen alle Mann für Mann

Text: Hubert Esser/ Melodie: Ich schieß den Hirsch        

 
1. Bei uns am See im Schützenheim da tagt ein lust’ges Korps, bei fröhlichem Zusammensein stets voller Witz, Humor.  
Doch geht’s um Ehr’ und Preis sodann, dann kennt ein Jeder sie…
Es stehen alle Mann für Mann, die 4te Kompanie
Es stehen alle Mann für Mann, die 4te Kompanie.
 
2. Das Schießen das ist unser Sport er spornt stets an aufs Neu, in Haltern unsrem Heimatort da sind wir stets dabei.
Und ist der Sieg errungen dann, dann kennt ein Jeder sie…
Es stehen alle Mann für Mann, die 4te Kompanie.
Es stehen alle Mann für Mann, die 4te Kompanie.
 
3. Die schönste Zeit im Stadtgeschehn ist unser Schützenfest, wenn alle an der Straße stehn, begeistert bis zuletzt.
Beim Vogelschuss und Schanzensturm, dann kennt ein Jeder sie…
Es stehen alle Mann für Mann, die 4te Kompanie.
Es stehen alle Mann für Mann, die 4te Kompanie.
 
4. Vorbei geht auch das schönste Fest das Thekenstehn ist aus,mit Musik zieht der letzte Rest zum Marktplatz, zum Kehraus.
Beim letzten Tanz und heimwärtsziehn, dann kennt ein Jeder sie…
Es stehen alle Mann für Mann, die 4te Kompanie.
Es stehen alle Mann für Mann, die 4te Kompanie.


Hier mal ein paar „schmissige“ Hirsch-Versionen...

Neben „nur Melodie“, „zackigem Marsch“ und „Classic Folk“, gibt’s auch Eine vom guten, alten Heino bevor er zum „Metalhead“ mutiert ist.